# AnimalChat — Briefing für Textentwürfe und Gestaltung

Dieses Dokument ist dafür gemacht, einem Sprachmodell oder einem Werkzeug wie
Lovable vollständig übergeben zu werden. Es enthält alles, was jemand wissen
muss, um für AnimalChat einen Beitrag, eine Seite oder ein Bild zu entwerfen,
ohne bei uns nachzufragen — und vor allem: ohne etwas zu erfinden.

Für Menschen, die damit arbeiten, gibt es daneben eine kurze Anleitung:
`anleitung-beitraege.md`. Sie gehört **nicht** in den Prompt — dieses
Dokument schon, und zwar vollständig.

Stand: 23.09.2026. Maßgeblich sind immer die Seiten selbst
(animalchat.net, business.animalchat.net). Widerspricht dieses Dokument
einer Seite, gilt die Seite.

**Ein Briefing für beide Auftritte, mit Absicht.** Die Zahlen, die Verbote,
die Tonlage und die Gestaltungsregeln gelten für die Halter-Seite und die
Praxis-Seite gleichermaßen; getrennte Dateien hätten sie doppelt geführt, und
bei der nächsten Korrektur wäre eine davon stehengeblieben. Verschieden sind
nur die Themen (Abschnitt 6) und die Farbe (Abschnitt 7) — beide sind dort
nach Zielgruppe getrennt.

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## 1. Was AnimalChat ist

Eine Plattform für die Kommunikation zwischen Tierhaltern und
Tiergesundheitsanbietern, gegründet 2019 von Sebastian Wilkes und
Dr. Heinrich Wilkes. Entstanden aus dem Praxisalltag eines Tierarztes.

Zwei Seiten, zwei Auftritte:

- **animalchat.net** — für Tierhalter. Kostenlose App, KI-Assistent
  („AnimalCoach"), Suche nach Praxen und Kliniken.
- **business.animalchat.net** — für Praxen, Kliniken und andere Anbieter.
  Messenger mit Kontext zum Tier, Berichte aus dem Diktat, Telefonassistenz.

Der Kern in einem Satz: **Jede Kommunikation hängt am Tier, nicht an einer
Telefonnummer oder einem Postfach.**

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## 2. Die sechs Zahlen, die verwendet werden dürfen

Ausschließlich diese. Steht eine Zahl nicht in der Tabelle, ist sie
erfunden — auch wenn sie plausibel klingt und sich gut liest. Im Zweifel
lieber ohne Zahl schreiben als mit einer geschätzten.

| Zahl | Bedeutung |
|---|---|
| 14 Tage | kostenlos testen |
| ab 29 € / Monat | Single-Tarif bei jährlicher Zahlung |
| 8 % | Anteil auf Beratungen, die über AnimalChat abgerechnet werden |
| 99 € + 39 € | Einrichtung und Monatspreis der eigenen Rufnummer |
| 4,8 ★ aus 21 | Bewertungen der App |
| über 50 | Partner |

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## 3. Was nicht behauptet werden darf

Diese Liste ist wichtiger als alles andere in diesem Dokument. Jeder Punkt
steht hier, weil die Aussage falsch wäre — nicht, weil sie unvorteilhaft ist.

- **AnimalChat steht neben der Praxissoftware, es ersetzt sie nicht.** Dort
  liegen Karteikarte, Kalender und Abrechnung; hier liegt die Kommunikation
  mit dem Halter, die dort gar nicht stattfindet. Deshalb darf keine
  Schnittstelle, kein Datenabgleich und keine Übernahme von Bestandsdaten
  behauptet werden — es gibt sie nicht, und kein Beitrag braucht sie, um den
  Fall zu machen.
- **Keine Terminbuchung.** Die Telefonassistenz nimmt einen Terminwunsch auf,
  sie sieht keinen Kalender und trägt nichts ein.
- **Die Telefonassistenz führt keine Gespräche.** Sie nimmt an, liest zurück,
  was sie verstanden hat, beantwortet **eine** Auskunftsfrage aus dem Profil
  und verbindet auf Wunsch. Sie diskutiert nicht, beantwortet keine
  Rückfragen und berät nicht medizinisch. Dieser Satz gehört in jeden
  Beitrag, in dem sie vorkommt.
- **Keine medizinische Beratung.** Weder die Assistenz noch der AnimalCoach
  stellen Diagnosen oder geben Behandlungsempfehlungen. Der Coach gibt
  ausdrücklich „erste Einschätzungen" und verweist auf die Tierärztin.
- **Keine Garantie bei Notfällen.** Die Erkennung entscheidet im Zweifel
  zugunsten des Notfalls — das ist eine Zusage über das Verhalten, keine
  Garantie über das Ergebnis.
- **Kein Platz in Empfehlungen ist käuflich.** Ein Tarif schaltet Werkzeuge
  frei, mit denen der Coach einen Betrieb besser kennenlernt. Das macht
  Empfehlungen treffender, wenn man passt — es kauft keine Platzierung.
- **Keine erfundenen Praxen.** Beispiele nutzen ausgedachte Betriebe mit
  Flur- und Straßennamen. Ein realer Betrieb wird nie als Referenz gezeigt,
  ohne dass er zugestimmt hat.

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## 4. Tonlage

Ruhig, konkret, ohne Superlative. Der Maßstab ist: Würde eine erfahrene
Tierärztin beim Lesen nicken oder die Augen verdrehen?

**So klingt es richtig:**

> Wer besetzt hört, wählt die nächste Praxis. Das sind keine verschobenen
> Termine, das sind abgewanderte Kunden — und man erfährt nie davon.

> Nicht schneller telefonieren, sondern seltener.

> Ein Lebenszeichen ist keine Auskunft und kein Befund. Gerade deshalb lässt
> es sich auch dann senden, wenn noch nichts entschieden ist.

**So klingt es falsch:**

> Revolutionieren Sie Ihre Praxiskommunikation mit modernster KI!

> Sparen Sie bis zu 70 % Ihrer Telefonzeit.

> Die smarte All-in-One-Lösung für die Tierarztpraxis von morgen.

Drei Regeln, die den Unterschied machen:

1. **Eine Einschränkung nennen, bevor jemand fragt.** Das ist der Ton der
   Seiten: „Wir versprechen nicht, dass niemand mehr wartet." Wer zuerst
   sagt, was nicht geht, wird beim Rest geglaubt.
2. **Konkret statt allgemein.** Nicht „verbessert die Dokumentation", sondern
   „Name, Anliegen und Wortlaut liegen in der Akte statt auf einem Zettel am
   Tresen".
3. **Keine Ausrufezeichen, keine Emoji.** Weder in Überschriften noch im
   Fließtext. Die eine Ausnahme ist ein Zitat: Wenn eine echte Nachricht
   „Guten Morgen!" lautet, wird sie nicht umgeschrieben. Der Unterschied ist,
   wer spricht — im eigenen Text nie, in fremder Rede so, wie sie gefallen
   ist.

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## 5. Was vor dem Schreiben geklärt sein muss

**Fehlt eine dieser Angaben, wird nachgefragt — nicht geraten.** Ein Entwurf,
der auf einer falschen Annahme steht, kostet mehr Zeit als eine Rückfrage.
Wer alle fünf hat, kann loslegen.

| | Frage | Warum sie zählt |
|---|---|---|
| 1 | **Zielgruppe** — Tierhalter oder Praxen? | Entscheidet Themen, Beispiele und Farbe. Ein Beitrag für beide wird für keinen von beiden gut. |
| 2 | **Format** — siehe unten | Ein Karussell braucht eine andere Gliederung als ein Textbeitrag; nachträglich umbauen heißt neu schreiben. |
| 3 | **Absender** — Heinrich Wilkes persönlich oder die Unternehmensseite? | „Als Tierarzt habe ich…" geht nur von einer Person. Von der Unternehmensseite klingt derselbe Satz anmaßend. |
| 4 | **Anlass** — warum gerade jetzt? | Ohne Anlass entsteht Werbung. Mit Anlass entsteht ein Beitrag: eine Beobachtung aus der Praxis, eine Frage, die dreimal kam, eine Änderung am Produkt. |
| 5 | **Handlungsaufforderung** — oder bewusst keine? | Nicht jeder Beitrag braucht eine. Einer, der ungefragt eine bekommt, liest sich wie eine Anzeige. |

Zwei Dinge, die **nicht** erfragt werden müssen, weil sie feststehen: die
Tonlage (Abschnitt 4) und die Zahlen (Abschnitt 2). Wer danach fragt, hat das
Dokument nicht gelesen.

### Wenn nicht gefragt wird

Nicht jedes Werkzeug fragt. Ein Baukasten wie Lovable ist darauf ausgelegt,
aus einem Satz sofort etwas zu erzeugen, und viele Modelle raten lieber, als
eine Rückfrage zu stellen — sie halten das für hilfreich.

Damit auch dann etwas Brauchbares herauskommt, gelten diese Vorgaben. Sie
sind kein Ersatz für die Frage, sondern der Boden darunter:

| Angabe | Vorgabe, wenn nichts gesagt ist |
|---|---|
| Zielgruppe | Praxen und Kliniken |
| Format | Textbeitrag ohne Bild |
| Absender | Dr. Heinrich Wilkes, Tierarzt und Mitgründer |
| Anlass | keiner — dann **wird nicht geschrieben**, sondern gefragt, was der Anlass ist |
| Handlungsaufforderung | keine |

Der Anlass ist mit Absicht die eine Zeile ohne Vorgabe. Alles andere lässt
sich sinnvoll voreinstellen; ein Beitrag ohne Anlass dagegen wird zwangsläufig
Werbung, und Werbung ist das, was dieses Dokument verhindern soll. Wer keinen
Anlass hat, hat keinen Beitrag.

### Welches Werkzeug wofür

- **Beiträge, Texte, Entwürfe** — ein Sprachmodell im Gespräch (ChatGPT,
  Claude). Dieses Dokument einfügen, das Thema nennen, fertig. Dort kommen
  Rückfragen an, und man kann nachschärfen.
- **Bilder** — ein Bildmodell, mit den Regeln aus Abschnitt 7 und dem
  Textbaustein aus Abschnitt 8. Danach von Hand prüfen.
- **Seiten und Prototypen** — ein Baukasten wie Lovable. Für ihn sind vor
  allem Abschnitt 7 (Farben, Schrift, Haltung) und Abschnitt 3 (was nicht
  behauptet werden darf) gemacht; die Beitragsformate braucht er nicht.

**Für einen LinkedIn-Beitrag wird kein Baukasten gebraucht.** Text entsteht im
Gespräch mit einem Sprachmodell, ein Bild im Bildmodell — das sind zwei
Schritte, nicht drei. Wer ein Sprachmodell erst einen Prompt für ein anderes
Werkzeug schreiben lässt, verliert dabei genau das, was dieses Dokument
transportiert: die Einschränkungen, die Tonlage und die Zahlen überstehen
eine Zusammenfassung selten.

Ein Baukasten kommt erst ins Spiel, wenn wirklich eine **Seite** entsteht —
eine Kampagnenseite, ein Prototyp. Dann bekommt er dieses Dokument direkt,
nicht über einen Zwischenschritt.

### Die erlaubten Formate auf LinkedIn

*Alles bisher in diesem Dokument gilt unabhängig von der Plattform — die
Zahlen, die Verbote, die Tonlage, die Gestaltung. Nur dieser Abschnitt ist
kanalgebunden. Kommt eine zweite Plattform dazu, bekommt sie hier einen
eigenen Block; ein zweites Dokument braucht es dafür nicht.*


**Textbeitrag.** Der Normalfall. Die ersten zwei Zeilen entscheiden, ob
jemand „mehr anzeigen" antippt — dort steht eine Beobachtung, nie eine
Ankündigung dessen, was noch kommt. Absätze bleiben kurz, zwei bis drei
Zeilen, mit Leerzeile dazwischen.

**Einzelbild.** Ein Bild zum Text. Quadratisch oder hochkant — beides nimmt
im mobilen Feed mehr Platz ein als Querformat. Das Bild trägt **eine**
Aussage, nicht drei; Schrift kommt ins Layout, nicht ins erzeugte Bild
(Abschnitt 7).

**Bildserie zum Wischen.** Auf LinkedIn ein hochgeladenes PDF. Taugt für
alles, was Schritte hat — ein Ablauf, eine Gegenüberstellung, eine Liste von
Einwänden und Antworten. Regeln: Die erste Seite muss allein stehen können,
jede weitere trägt genau einen Gedanken, und die letzte sagt, was zu tun ist.
Unter fünf Seiten lohnt das Format nicht, über zehn liest niemand zu Ende.

**Video.** Nur mit Untertiteln, weil im Feed ohne Ton abgespielt wird. Die
Regeln aus Abschnitt 7 gelten hier besonders: Erzeugtes Video verrät sich
schneller als ein erzeugtes Bild.

**Umfrage.** Für eine echte Frage an die Branche, nicht als Aufmerksamkeits-
trick. Wer eine Umfrage stellt, veröffentlicht später das Ergebnis.

**Nicht verwendet werden:** Beiträge, die nur auf einen Link zeigen (LinkedIn
zeigt sie kaum jemandem), und Artikel im LinkedIn-eigenen Langformat — unsere
langen Texte stehen auf der eigenen Seite, nicht in einer fremden Plattform.

**Zu Maßen und Grenzen:** Seitenverhältnisse ändert LinkedIn selten,
Dateigrößen und Zeichenzahlen öfter. Wer exportiert, prüft die aktuellen
Vorgaben einmal bei LinkedIn selbst — dieses Dokument nennt sie bewusst
nicht, weil eine veraltete Zahl schlimmer ist als keine.

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## 6. Die Themen, mit Kernaussagen

Jedes Thema mit der Seite, auf der es steht. Wer daraus etwas ableitet, sollte
die Seite gelesen haben.

**Zuerst die Zielgruppe wählen.** Ein Beitrag spricht Tierhalter an ODER
Praxen — nie beide. Die Tonlage ist dieselbe, die Beispiele, die Farbe und
das, was als bekannt vorausgesetzt wird, sind es nicht.

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### FÜR TIERHALTER · animalchat.net

Der Satz, um den alles kreist: **„Du, dein Tier und eure Tierarztpraxis — in
einem Chat."**

**Die App** ist für Halter kostenlos. Ein Chat je Tier, in dem der eigene
Verlauf liegt — Fragen, Fotos, Befunde, die Praxis. Kein Suchen in
E-Mail-Postfächern, kein „welcher Tierarzt war das nochmal".

**AnimalCoach** beantwortet Fragen rund um die Uhr und ordnet ein, ob etwas
warten kann oder nicht. Er gibt **erste Einschätzungen**, keine Diagnosen,
und verweist auf die Tierärztin — das gehört in jeden Beitrag über ihn.

**Analysen** aus einem Foto oder Video: Rasse, Haut und Fell, Gangbild,
Zähne, Körperkondition. Die meisten kostenlos, alle ausdrücklich eine erste
Einschätzung.

**Tierarztsuche** nach Ort und Anliegen, mit Profilen, die die Betriebe selbst
gefüllt haben.

**Wobei Zurückhaltung gilt:** Notfälle. Die Halter-Seite hat im September 2026
alle Aussagen zurückgenommen, die nahelegten, AnimalChat helfe in einer
Notsituation weiter — bis das nachweislich und verlässlich funktioniert. Wer
darüber schreibt, verweist auf die Praxis und den tierärztlichen Notdienst,
nicht auf uns.

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### FÜR PRAXEN UND KLINIKEN · business.animalchat.net

### Telefonassistenz · business.animalchat.net/telefonassistenz

Eine Assistenz nimmt jeden Anruf sofort an. Der Anrufer erzählt frei, sie
liest zurück, was sie verstanden hat, beantwortet eine Auskunftsfrage direkt
und verbindet mit dem Team, sobald der Anrufer das möchte. Alles andere
landet als Nachricht in der Akte des Tieres, mit Wortlaut. Die gewohnte
Rufnummer bleibt; eingerichtet wird eine Rufumleitung.

Grenzen, die dazugehören: kein Gespräch, keine medizinischen Auskünfte, keine
Termine. Zum Verbinden braucht es eine Durchwahl oder ein Diensthandy.

### Stationsnachricht · business.animalchat.net/nachricht-von-der-station

Bleibt ein Tier über Nacht, schickt das Stationsteam am Morgen ein Foto aus
der Box und einen Satz. Einseitig: Antworten ist in der Regel abgeschaltet,
damit kein Kanal entsteht, den jemand betreuen muss. Der Text ist eine
Schnellnachricht mit Platzhalter — nur der Name wechselt. Ziel sind weniger
Anrufe besorgter Halter.

**Niemals auf diesem Weg:** Befunde, Prognosen, schlechte Nachrichten. Wer
eine Verschlechterung so mitteilt, richtet Schaden an — der Halter könnte
nicht einmal zurückfragen.

### Empfehlungslogik · business.animalchat.net/animalcoach/empfehlungslogik

Empfohlen wird, was zum Tier passt. Wie genau der Coach einen Betrieb
vorschlagen kann, hängt davon ab, wie gut er ihn kennt — nicht davon, was er
zahlt.

### Berichte aus dem Diktat

Nach der Untersuchung sprechen, der Assistent schreibt den Bericht, auf
Wunsch nach SOAP. Ein Mensch gibt frei. Gilt für Praxen, Kliniken und
Pferdepraxen — nicht für Partnerbranchen wie Futtermarken oder
Versicherungen.

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## 7. Gestaltung

### Farben

| Rolle | Hex | Verwendung |
|---|---|---|
| Indigo | `#1E1E67` | Hauptfarbe der Business-Seite, Flächen und Schrift |
| Tinte | `#11102D` | dunkle Abschnitte |
| Aktiv | `#4A4AF8` | Knöpfe auf dunklem Grund, Akzente |
| Tint | `#F3F2FE` | helle Flächen, Karten |
| Text | `#313030` | Fließtext |
| Grau | `#555562` | Nebentext |
| Orange | `#E8722C` | **nur** die Halter-Seite animalchat.net |

Das Orange und das Indigo werden nicht gemischt — sie sind das sichtbare
Zeichen dafür, welche der beiden Zielgruppen aus Abschnitt 6 angesprochen
wird. Beiträge an Praxen und Kliniken sind indigo, Beiträge an Tierhalter
orange. Ein Beitrag, der beides sein will, ist keiner von beiden.

### Schrift

**Geologica** (Google Fonts), Überschriften halbfett (600) mit engem
Zeichenabstand (`letter-spacing: -0.02em`), Fließtext normal (400) mit
`line-height: 1.6`. Kleine Vorspann-Zeilen in Versalien, 12 px, weit
gesperrt.

### Haltung

Keine Verläufe, keine schwebenden Farbflecken, keine Schlagschatten auf
allem. Der Rhythmus entsteht durch den Wechsel heller und dunkler Abschnitte,
nicht durch Dekoration. Wer eine Karte hervorhebt, lässt die Nachbarn ruhig.

### Bilder, Video, Stimmen

Echte Situationen statt Symbolbilder. Keine Qualzuchten (keine Möpse,
französischen Bulldoggen oder andere extreme Zuchtformen). In der Klinik:
keine Schläuche, Verbände oder Geräte, wenn es um Zuwendung geht — die
Botschaft ist Ruhe, nicht Medizin.

**Erzeugtes Material muss aussehen wie aufgenommenes.** Ein Bild, dem man
ansieht, dass es aus einem Modell kommt, kostet mehr Glaubwürdigkeit, als es
an Aufwand spart — bei einer Marke, die von Tierärzten kommt, besonders.
Wer erzeugt, erzeugt in Richtung Beleg, nicht in Richtung Werbung.

Woran man den KI-Look erkennt, und was stattdessen gilt:

| Nicht so | Sondern |
|---|---|
| Studioglätte, makellose Oberflächen, jedes Haar an seinem Platz | Handykamera: leichtes Rauschen, natürliches Licht, echte Räume |
| Symmetrische, mittige Komposition | Aus der Hand aufgenommen, leicht schief, Motiv außerhalb der Mitte |
| Überzogene Sättigung, „cinematic" Farbstiche, Glühen | Neutrale Farben, wie sie eine Handykamera liefert |
| Weichgezeichneter Hintergrund überall | Schärfentiefe nur, wo eine echte Linse sie hätte |
| Menschen mit perfekten Gesichtern und falschen Händen | Menschen möglichst gar nicht, oder nur Hände bei einer Tätigkeit |
| Tiere in unmöglichen Posen, zu vielen Zehen, seltsamen Augen | Ruhige, gewöhnliche Haltungen; Details nachprüfen |
| Schrift im Bild (Modelle erzeugen Buchstabensalat) | Schrift außerhalb des Bildes, im Layout |

**Jedes erzeugte Bild wird vor der Verwendung angesehen** — auf Pfoten,
Augen, Ohren, Zahl der Beine, lesbare Schrift auf Schildern und Marken. Ein
Bild mit einem falschen Namen auf der Hundemarke ist auf LinkedIn in fünf
Minuten entdeckt.

**Video:** Dieselben Regeln, dazu Bewegung. Weiche, gleitende Kamerafahrten
ohne Grund sehen erzeugt aus; eine ruhige Einstellung oder eine Bewegung, die
eine Hand erklärt, sieht echt aus. Keine Zeitlupe als Effekt.

**Stimmen:** Eine erzeugte Stimme darf nicht wie ein Werbesprecher klingen.
Was sie verrät, ist nicht die Klangfarbe, sondern der Rhythmus: zu
gleichmäßige Betonung, keine Atempausen, jedes Wort gleich wichtig. Gebraucht
wird eine ruhige, mittlere Sprechgeschwindigkeit mit echten Pausen an den
Satzgrenzen. Für die Telefonansagen ist das bereits eingerichtet — wer eine
neue Stimme braucht, hört zuerst die bestehende Ansage an und trifft ihren
Ton, statt neu anzufangen.

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## 8. Beispiele

Vier fertige Beiträge, jeder mit den fünf Angaben aus Abschnitt 5 davor —
damit sichtbar ist, welche Eingabe zu welchem Ergebnis führt. Am Ende ein
Gegenbeispiel.

### Beispiel 1 — Textbeitrag, Praxen

> Zielgruppe: Praxen · Format: Textbeitrag · Absender: Dr. Heinrich Wilkes ·
> Anlass: eine Praxis hat erzählt, dass sie mittags nie rangehen kann ·
> Handlungsaufforderung: keine

Als Tierarzt habe ich jahrelang eine Zahl nicht gekannt: wie viele Leute
anrufen, wenn wir nicht rangehen können.

Man erfährt es nie. Wer besetzt hört, wählt die nächste Praxis — und meldet
sich nicht, um das mitzuteilen.

Seit unsere Telefonassistenz abnimmt, sehen wir diese Anrufe zum ersten Mal.
Sie nimmt das Anliegen auf, ordnet es dem richtigen Tier zu und legt es dort
ab, wo das Team ohnehin arbeitet. Gespräche führt sie nicht — sie hört zu und
reicht weiter. Wer einen Menschen sprechen will, sagt einen Satz und wird
verbunden.

Was mich daran am meisten überrascht hat: Die Entlastung kommt nicht daher,
dass man schneller telefoniert. Sondern seltener.

*Warum das trägt: ein Anlass aus einem Gespräch, keine Zahl, die Grenze
(„Gespräche führt sie nicht") mitten im Werbeteil statt versteckt am Ende,
und ein Schluss, der eine Beobachtung ist statt einer Aufforderung.*

### Beispiel 2 — mit Bild, Kliniken

> Zielgruppe: Kliniken · Format: Einzelbild · Absender: Dr. Heinrich Wilkes ·
> Anlass: die neue Seite zur Stationsnachricht ist online ·
> Handlungsaufforderung: Link in den ersten Kommentar

Wer sein Tier über Nacht in der Klinik lässt, fährt ohne es nach Hause und
schläft schlecht.

Am nächsten Morgen ein Foto aus der Box und ein Satz: „Guten Morgen! Juno hat
die Nacht gut überstanden. Nach der Visite melden wir uns noch einmal."

Mehr braucht es nicht. Kein Befund, keine Prognose — ein Lebenszeichen.

Für die Station sind das dreißig Sekunden: Foto machen, Baustein wählen,
senden. Der Name setzt sich selbst ein. Antworten kann der Halter darauf
nicht, und das ist Absicht — es soll kein Kanal entstehen, den jemand
betreuen muss.

Die Kliniken, die das tun, merken die Wirkung zuerst am Telefon.

Bildanweisung dazu:

> Aufgenommen mit einer Handykamera, natürliches Licht: ein ruhig liegender
> mittelgroßer Mischling auf einer Decke in einer sauberen Klinikbox,
> Morgenlicht von einem Fenster außerhalb des Bildes. Entspannt, Kopf auf den
> Pfoten. Keine Schläuche, keine Verbände, keine Geräte, keine Menschen im
> Bild. Neutrale Farben, leicht aus der Hand, kein Blitz. Keine Schrift im
> Bild. Querformat.

### Beispiel 3 — Bildserie, Praxen

> Zielgruppe: Praxen · Format: Bildserie (6 Seiten) · Absender:
> Unternehmensseite · Anlass: Einwände, die im Erstgespräch immer kommen ·
> Handlungsaufforderung: letzte Seite

1. **„Meine Kunden wollen keinen Roboter."** — Vier Einwände gegen eine
   Telefonassistenz, und was wir dazu sagen.
2. **„Sie täuscht vor, ein Mensch zu sein."** — Nein. Sie sagt im ersten
   Satz, dass sie eine Assistenz ist. Verschleiern rächt sich.
3. **„Dann rufen die Leute eben nicht mehr an."** — Jederzeit genügt ein
   Satz, um zum Team zu kommen. Die Alternative ist übrigens nicht ein
   Mensch, sondern das Besetztzeichen.
4. **„Und wenn euer System ausfällt?"** — Sie heben Ihre Umleitung selbst
   auf, mit einem Tastencode am eigenen Telefon. Dafür müssen Sie uns weder
   erreichen noch fragen.
5. **„Erkennt sie einen Notfall?"** — Im Zweifel entscheidet sie immer
   zugunsten des Notfalls. Eine Garantie ist das nicht, und wir behaupten
   auch keine.
6. **Hören Sie sich an, wie sie klingt.** — Wir sprechen Ihnen Ihre eigene
   Ansage, mit dem Namen Ihrer Praxis. Kostenlos, ohne Konto.

*Warum das trägt: Jede Seite ein Einwand, jede Antwort kürzer als der
Einwand. Die härteste Frage steht in der Mitte, nicht am Ende — wer bis
dahin wischt, liest auch zu Ende.*

### Beispiel 4 — Tierhalter

> Zielgruppe: Tierhalter · Format: Textbeitrag · Absender: Dr. Heinrich
> Wilkes · Anlass: eine wiederkehrende Frage aus der Sprechstunde ·
> Handlungsaufforderung: keine

„Ist das normal, oder soll ich damit zum Tierarzt?"

Diese Frage höre ich seit zwanzig Jahren, und sie ist schwerer zu beantworten,
als sie klingt. Wer sie stellt, will meistens nicht wissen, was sein Tier hat.
Er will wissen, ob er heute noch etwas tun muss.

Dafür haben wir den AnimalCoach gebaut. Er gibt eine erste Einschätzung —
keine Diagnose, und er ersetzt keinen Besuch. Was er kann: einordnen, ob
etwas warten kann. Und wenn nicht, sagt er das deutlich.

Was mir daran wichtig war: Er darf nicht beruhigen, um zu gefallen. Ein
Assistent, der im Zweifel sagt „das wird schon", ist gefährlicher als gar
keiner.

*Warum das trägt: Die Einschränkung („keine Diagnose, ersetzt keinen Besuch")
steht mitten im Text, nicht als Kleingedrucktes. Farbe wäre hier Orange, weil
die Zielgruppe Halter sind.*

### Gegenbeispiel — was nicht hinausgeht

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> Telefonzeit. Unsere smarte Assistenz übernimmt Anrufe, bucht Termine direkt
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Sechs Fehler in vier Zeilen:

| Stelle | Fehler |
|---|---|
| „Über 200 Praxen" | erfundene Zahl |
| „bis zu 70 %" | erfundene Zahl |
| „bucht Termine in Ihren Kalender" | Funktion existiert nicht |
| „erkennt zuverlässig jeden Notfall" | genau die Garantie, die wir nie geben |
| „30 Tage" | falsch, es sind 14 |
| Emoji, Ausrufezeichen, „Revolutionieren" | Tonlage |

Dazu fehlt, was dazugehört hätte: dass die Assistenz keine Gespräche führt.

---

## 9. Wie man dieses Dokument benutzt

An ein Sprachmodell, sinngemäß:

> Hier ist das Markenbriefing von AnimalChat. Schreib mir daraus einen
> LinkedIn-Beitrag über [Thema] aus der Sicht von Dr. Heinrich Wilkes,
> Tierarzt und Mitgründer. Halte dich an die Tonlage und verwende keine
> Zahlen außer den freigegebenen.

An ein Gestaltungswerkzeug:

> Nutze die Farben und die Schrift aus Abschnitt 7. Das Bild soll [Aussage]
> tragen, quadratisch, ein Satz als Aussage, Logo unten.

An ein Bildmodell:

> Aufgenommen mit einer Handykamera, natürliches Licht, keine
> Studiobeleuchtung, keine Nachbearbeitung, leicht aus der Hand. Neutrale
> Farben. Keine Schrift im Bild. Und danach: das Ergebnis auf Pfoten, Augen,
> Beine und lesbare Schrift prüfen, bevor es irgendwo hingeht.

**Was ein Modell nicht tun soll:** Zahlen ergänzen, Funktionen dazuerfinden,
Superlative einbauen oder eine Einschränkung weglassen, weil sie den Text
schwächt. Die Einschränkungen sind der Grund, warum man uns glaubt.

**Und was es tun soll, bevor es anfängt:** die fünf Angaben aus Abschnitt 5
prüfen — Zielgruppe, Format, Absender, Anlass, Handlungsaufforderung. Fehlt
eine, wird gefragt; wo das Werkzeug keine Rückfragen kennt, gelten die
Vorgaben aus demselben Abschnitt. Nur der **Anlass** hat keine Vorgabe: Ohne
ihn wird nicht geschrieben, sondern nachgefragt.

Ein Entwurf auf einer geratenen Annahme sieht fertig aus und ist es nicht;
die Rückfrage kostet einen Satz, der falsche Entwurf eine Runde.
